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Der "pro ana"-Artikel bei Wikipedia befindet sich in ständiger Veränderung.
Die Diskussionen zu diesem Thema sind sehr kontrovers und es wird deutlich, daß Betroffene oft einer ganz anderen Meinung sind als Außenstehende.
Es wird aber auch deutlich, daß "pro ana" noch kein genau definierter und festgelegter Begriff ist.
Der deutsche Wikipedia-Artikel wurde mittlerweile nach umfangreichen Überarbeitungen und langen Diskussionen in die Liste der "lesenswerten Artikel" aufgenommen.

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Die Geschichte und unterschiedlichen Versionen der Artikel kann jeder bei Wikipedia selbst nachlesen - hier nur eine der allerersten Versionen aus dem Jahr 2004:

Begriff
Der Begriff "Pro Ana" steht für "Pro Anorexia", für ein Bekenntnis zur Magersucht. Als "Pro-Anas" bezeichnen sich Mädchen und vereinzelt auch junge Männer mit Magersucht ebenso wie viele Menschen ohne diese Diagnose, die sich stark an einem extremen Schlankheitsideal orientieren und versuchen, diesem mit radikalen Maßnahmen näher zu kommen. Bei letzteren herrscht oft kaum ein Problembewusstsein bezüglich des Suchtcharakters und der Gefahren einer Essstörung. Menschen mit diagnostizierter Magersucht und Therapieerfahrungen äußern sich eher ambivalent: sie fühlen sich ohnmächtig gegen die Esstörung, sie können sich nicht von ihren Strategien des Gewichtsverlustes distanzieren. "Ana" steht für Magersucht, "Mia" für Bulimie. Absichtlich klingen die Bezeichnungen wie Mädchennamen, oft werden sie als Stimme der entsprechenden Essstörung verwendet, womit die eigene Ergebenheit unterstrichen wird. Der Slogan "Anorexia is a lifestyle - not a disease" ist als Provokation zu verstehen.


Verbreitung
Die Pro-Ana-Bewegung kommt aus den USA, hat sich aber z.B. auch in Europa und Südamerika etabliert. Verbreitet wird die Pro-Ana-Idee über Webforen, in denen sich die Benutzer über verschiedene Diäten, Nährwerttabellen, Sportübungen und den Einsatz von Medikamenten und Drogen austauschen. Viele Pro-Anas erstellen eigene Webseiten, auf denen sie ihre Geschichte, Fotos, Gewichtstabellen, Esstagebücher und Gedichte zu ihrer Essstörung veröffentlichen. Triggernde Bilder von dünnen Supermodels erfreuen sich als Motivation zum Durchhalten einer Diät großer Beliebtheit unter "Pro-Anas" und werden als Sammlungen angelegt sowie weiterverbreitet. In Deutschland wird das Phänomen der Pro-Anas ab und zu von den Medien aufgegriffen, jedoch vor allem im Kontext von Werbung, Mode und gesellschaftlichem Schönheitsideal betrachtet.